Schönen Vormittag zusammen!
Mehr als die Hälfte des Jahres haben wir bereits verlebt. Es war intensiv, es war anders und auch wenn es sich nicht so anfühlt, die Märkte haben geliefert. Der Nikkei hat sein stärkstes Quartal aller Zeiten hingelegt, der US-Small-Cap-Index Russell 2000 sein bestes Halbjahr seit 1991, und Elon Musk wurde nach dem SpaceX-Börsengang zum ersten Billionär der Menschheitsgeschichte.
→ Wolfsburg und der strukturelle Umbruch:
Bis zu 100.000 VW-Beschäftigte bangen um ihren Arbeitsplatz. BYD hat seine Fühler ausgestreckt, Prüfverfahren laufen bereits. In wenigen Jahren könnte in deutschen VW-Werken ein chinesisches Modell vom Band rollen.
→ Die Blackrock-Warnung:
Der weltgrößte Vermögensverwalter warnt vor der Konzentration im MSCI World. 72 % US-Anteil. Die Top-5-Titel machen zusammen 18 % Gewicht aus.
→ Der Gegenblick:
Was ist eigentlich ein amerikanisches Unternehmen im Jahr 2026? Apple, Google, Coca-Cola oder McDonald’s sind längst Weltunternehmen. Der Sitz sagt, wo die Zentrale steht. Nicht, wo die Gewinne entstehen.
Das Fazit der Woche:
Rekorde sind schön, aber sie verdecken oft die eigentlichen Verschiebungen. Wolfsburg zeigt, wie schnell ein Branchenprimus unter die Räder kommen kann. Und ein Blick auf die Landkarte der Umsatzherkunft relativiert das Klumpenrisiko, ohne es aufzuheben.
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