Schönen Samstagmorgen!
Mitten im Ferragosto verbringe ich seit Jahren meinen morgendlichen Espresso in einem kleinen Tal in den USA. Zumindest gedanklich: Jackson Hole ist der Ort, an dem sich diese Woche die geldpolitische Welt trifft. Und Kevin Warsh, der neue Fed-Chef, hält am Freitag seine erste Rede.
Diese Woche verbinde ich vier Themen, die alle darum kreisen, dass das Vertrauen an den Anleihemärkten unter Druck geraten ist:
→ Warsh in Jackson Hole: hawkischer Falke im Ton, in der Juli-Sitzung war er der Moderate
→ US-Staatsverschuldung erstmals über 40 Billionen Dollar, Bond Vigilantes sind zurück
→ Deutsche Zinslast springt von 30,3 auf 41,9 Milliarden Euro, mehr als Bildung, Familie und Forschung zusammen
→ Nvidia mobilisiert 500 Milliarden für KI-Rechenzentren, 54 % des Umsatzes aus nur 3 Direktkunden
Das Fazit der Woche: Solange der Markt Vertrauen hat, können wir uns entspannt zurücklehnen. Wenn das Vertrauen aber kippt, steht uns ein stürmischer Herbst bevor.
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