#383: Der Blick schweift von der Zapfsäule zur Kurstafel

Während die Nachrichten vom Iran-Konflikt dominiert werden, zeigt sich auch an den Märkten ein spannendes Bild: steigende Rohstoffpreise, nervöse Investoren und eine Geldpolitik, die plötzlich wieder unter Druck gerät.

Espresso-News im Überblick:
👉 Ölpreis-Schock: Der Konflikt im Nahen Osten hat den Ölpreis innerhalb kurzer Zeit um mehr als 17 % nach oben getrieben. Schon ein Anstieg von 10 Dollar kann das Wirtschaftswachstum in Industriestaaten um rund 0,3 % bremsen.
👉 Inflations-Radar: Treibstoffe haben im österreichischen Miniwarenkorb ein Gewicht von über 20 %. Wenn Energiepreise steigen, wirkt sich das daher schnell auf die gemessene Inflation aus.
👉 EZB-Zwickmühle: Höhere Inflation spricht für steigende Zinsen – eine schwache Konjunktur eigentlich dagegen. Genau dieses Spannungsfeld beschäftigt derzeit die Notenbanker rund um Christine Lagarde.
👉 Angst-Barometer: Der Fear-&-Greed-Index signalisiert aktuell „Angst“, aber noch keine „extreme Angst“. Offenbar haben sich viele Anleger bereits an eine Welt voller Unsicherheiten gewöhnt.
Mein Wochen-Resümee:
Steigende Rohstoffpreise, fallende Aktienmärkte und höhere Renditen erinnern stark an das Jahr 2022. Der Unterschied heute: Wirtschaft und Märkte wirken deutlich besser vorbereitet.
Aber wie immer an der Börse gilt: Sicherheit gibt es nicht – nur Wahrscheinlichkeiten.

🔻Die ganze Kolumne findest du unter folgenden Links:

Logbuch-Serie: Kleine Zeitung

e-fundresearch: Börsenbarometer

FH JOANNEUM: Wöchentlicher Börsenbrief

Abgrenzung zur Analyse:
Der vorliegende (oder: hier abrufbare) Artikel enthält die persönliche Ansicht des Autors zu den im Artikel beschriebenen Sachverhalten. Soweit der Artikel eine Einschätzung über Unternehmen, Finanzinstrumente, volkswirtschaftliche Zusammenhänge oder andere Sachverhalte der Finanzwelt enthält, sind diese nicht unter Anwendung der Grundsätze ordnungsgemäßer Finanzanalyse (GoFA) erstellt. Es handelt sich nicht um eine Finanzanalyse gemäß Art. 36 der delegierten Verordnung (EU) 2017/565 . Der Autor hat zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels kein persönliches Interesse an allfälligen in dem Artikel genannten Finanzinstrumenten oder Unternehmen, insbesondere hält er keine Positionen oder will solche veräußern.