#390: Zeit der Veränderung und eine hartnäckige Börsenweisheit
Ein schneller Espresso, ein Blick in den Newsflow – und plötzlich treffen gleich mehrere Themen aufeinander, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, aber am Ende doch eine gemeinsame Klammer haben: Veränderung.
Espresso-News im Überblick:
👉 Apple leitet einen Führungswechsel ein. Tim Cook übergibt nach mehr als einem Jahrzehnt an John Ternus. Eine Ära geht zu Ende, ein neues Kapitel beginnt.
👉 In den USA rückt Kevin Warsh als möglicher Fed-Chef in den Fokus. Seine Aussagen zur Geldpolitik sorgen bereits jetzt für Diskussionen.
👉 Donald Trump erhöht weiter den Druck auf die Notenbank. Zinssenkungen stehen seiner Ansicht nach klar im Raum – nicht zuletzt mit Blick auf die massive Schuldenlast.
👉 Gleichzeitig markiert der S&P 500 neue Höchststände. Die Berichtssaison liefert Rückenwind, die Erholung ist breit abgestützt.
👉 Und wie jedes Jahr taucht Ende April eine alte Börsenweisheit wieder auf: „Sell in May and go away“.
Mein Wochen-Resümee:
Veränderung ist selten das Problem. Entscheidend ist, wie sie gestaltet wird. Während sie bei Apple strukturiert und geplant abläuft, zeigt sich in der Geldpolitik, wie schnell sie zur Vertrauensfrage werden kann. Gleichzeitig laufen die Märkte weiter nach oben, getragen von Erwartungen und Liquidität. Und genau in solchen Phasen wirkt eine alte Börsenregel besonders verlockend. Aber auch hier gilt: Ein guter Spruch ersetzt keine Strategie.