Die Artenvielfalt ist in den letzten Jahrzehnten um 69% zurückgegangen. Das zeigt der Living Planet Report 2022 des WWF, der die Populationsgröße von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Reptilien und Amphibien zwischen 1970 und 2018 untersucht hat. Dieser dramatische Verlust ist hauptsächlich auf die Zerstörung von Lebensräumen, Übernutzung, Umweltverschmutzung, den Klimawandel und invasive Arten zurückzuführen.
In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 460 Arten für ausgestorben erklärt. Der zunehmende Einfluss menschlicher Aktivitäten ist weitgehend verantwortlich für diesen raschen Verlust an Biodiversität.
Besonders dramatisch ist die Situation für das Javanische Rhinozeros, von dem es nur noch etwa 75 Exemplare in freier Wildbahn gibt. Ursprünglich von Indien bis Indonesien verbreitet, sind sie heute nur noch im Ujung-Kulon-Nationalpark auf Java, Indonesien, zu finden.
Ebenfalls stark gefährdet sind der Amur-Leopard mit nur noch 100 Tieren in China und Russland sowie der Sunda-Insel-Tiger mit 600 Tieren auf Sumatra, Indonesien. Indonesiens Regenwälder, die eine erstaunliche Artenvielfalt beherbergen, haben durch den Bevölkerungszuwachs und die damit verbundene Zerstörung ihres Lebensraums bereits viele Arten verloren.

Screenshot: 8.8.2024 (Visual Capitalist)
