Unter den Ländern der Europäischen Union wird Arbeit nur in Belgien und Deutschland stärker belastet als in Österreich. Berücksichtigt man auch die in einigen Ländern übliche Versicherungspflicht, liegt Österreich auf Platz vier.
Hätte Österreich die Steuer- und Abgabenbelastung wie Dänemark, blieben einem Durchschnittsverdiener monatlich 165 Euro netto mehr übrig. Im Vergleich zu Schweden wären es sogar 289 Euro mehr im Monat.
Einzig die Steuersysteme in Deutschland, den Niederlanden und Belgien sind für Arbeitnehmer noch unattraktiver als das österreichische, trotz Maßnahmen wie der teilweisen Abgeltung der Kalten Progression und Steuersenkungen.
Politisch muss es das Ziel sein, dass langfristig mehr Netto vom Brutto übrig bleibt und der Faktor Arbeit damit entlastet wird. Zudem wäre es sinnvoll, mittlere und hohe Einkommensbezieher zu begünstigen, damit sich Vollzeitarbeit weiterhin lohnt. Aktuell ist die Belastung in diesen Einkommensgruppen am höchsten, wodurch viele Menschen keinen Anreiz haben, Vollzeit zu arbeiten. Der Mehrertrag für den Zusatzaufwand hält sich in Grenzen.

Screenshot: 20.7.2024 (Agenda Austria)
