Jugend ohne Job

Die Jugendarbeitslosigkeit (16-24 Jahre) ist in nahezu allen Ländern deutlich höher als die Arbeitslosenrate der 24- bis 65-Jährigen. Dies ist eine Nachwirkung der Covid-19-Pandemie. Für junge Menschen ist der Berufseinstieg heutzutage ungleich schwieriger als für Vorgängergenerationen.

Am höchsten ist die Jugendarbeitslosenrate in Spanien mit 27,4%. Am niedrigsten in Japan mit 4,2%. In Deutschland liegt sie bei 6,1%, in Österreich bei 9,6%.

Auffallend ist, dass Schweden mit 24,9%, Finnland mit 15,8% und Norwegen mit 10,2% eine höhere Jugendarbeitslosigkeit haben als Österreich oder Deutschland. Auch in Dänemark liegt die Quote auf einem vergleichbaren Niveau.

Sozialer Sprengstoff
Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Junge, gut ausgebildete Menschen (egal ob Facharbeiter oder Absolventen tertiärer Bildungseinrichtungen) könnten abwandern, was zu einem Brain-Drain mit langfristigen Folgen für die Volkswirtschaft führen kann (z.B. Verlust an Innovationskraft, Steuereinnahmen). Gerade für alternde westliche Länder könnte dies zu einem großen Problem werden. Wenn die Steuerlast für die junge Generation zu groß wird, kann dies die Abwanderungslust zusätzlich verstärken.

Lösungsansätze
Um dieser Problematik entgegenzuwirken, sollten Regierungen und Unternehmen Maßnahmen ergreifen, wie z.B.:

  1. Förderung der Ausbildung: Mehr Investitionen in Ausbildungsprogramme und Praktika, um den Übergang von der Ausbildung in den Beruf zu erleichtern.
  2. Flexiblere Arbeitsmodelle: Einführung flexibler Arbeitszeiten und Remote-Arbeit, um den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
  3. Förderung von Start-ups und Unternehmertum: Unterstützung junger Unternehmer durch Förderprogramme und finanzielle Anreize. 
  4. Internationale Zusammenarbeit: Austauschprogramme und internationale Kooperationen, um jungen Menschen mehr Möglichkeiten zu bieten.

Screenshot: 8.7.2024 (Visual Capitalist)

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